Herkunft
In den belgischen Ardennen hieß er schon immer Kuhhund. Er wurde vor allem für seine Veranlagung zum Hüten und Treiben des Rindviehs gezüchtet und weniger für sein Aussehen. Der Bouvier des Ardennes ist apart, aber nicht hübsch. Derb, düster in den Farben, die großen Stehohren unterstreichen seinen
aufmerksamen Gesichtsausdruck. Nur die robusten und gebrauchstüchtigen Tiere einer bewusst beschränkten Zucht durften überleben um die Herden zu führen; meist Milchkühe und Schafe. Seit dem 19. Jahrhundert wurde er auch für die Hirsch und Wildschweinjagd eingesetzt.
Entwicklung
Am 27. April 1903, bei der Ausstellung in Liege, entdeckte Professor Reul den Hund "Tom", erster idealer Typ des Treibhundes (ohne nähere Angaben). 1913 wurde die "Société liégeoise pour l'amélioration du chien de bouvier de la province de Liège et des Ardennes " gegründet, die einen Standard entwarf. Der endgültige Text wurde in Belgien 1923 angenommen und von der FCI am 16. Juni 1963 veröffentlicht. Durch das Verschwinden vieler Höfe in den Ardennen und die Reduzierung des Milchviehbestandes hat sich anschliessend auch die Anzahl der Hunde beträchtlich verringert. Erst 1985 wurden letzte, mehr oder weniger typische Exemplare von Kynologen wieder entdeckt. Ab 1990 bemühten sich die Züchter aus diesen alten Ardennen-Linien dem Rassestandard entsprechende Hunde herauszuzüchten.
Physiognomie
Schulterhöhe: Rüden 57 bis 63 cm, Hündinnen 53 bis 57 cm (Toleranz +/- 1 cm)
Gewicht: Rüden ca. 28 bis 35 kg, Hündinnen ca. 22 bis 28 kg
Haare: Das Deckhaar soll trocken, rau und zerzaust und am ganzen Körper ungefähr 6 cm lang sein; auf dem Schädel ist das Haar jedoch außer an den Augenbrauen kürzer und liegt flacher an. Das Haar soll einen ca. 5-6 cm langen Schnurr-und Kinnbart bilden und den inneren Augenwinkel verbergen. Die Unterarme zeigen ein kürzeres, aber trockenes, leicht struppiges Haar, das ihnen zusammen mit den kurzen Fransen an ihrer Rückseite ein zylindrisches Aussehen verleiht.
BOUVIER DES ARDENNES